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Take away – so läuft’s in der Praxis!

Take Away - so läuft's in der Praxis

Tina und Dietmar Rübenacker

Rübenacker´s Vinotec hat die Nase vorn!

Der Lockdown in Zusammenhang mit der Covid-Pandemie schlug besonders auch in der Gastronomie-Branche ein. Von heute auf morgen den Laden dicht machen – und dann? Das erfahrene Gastronomiepaar Tina und Dietmar Rübenacker verharrte nicht lange in der Schockstarre, sondern legte gleich in der ersten Woche nach Bekanntgabe den Hebel um. Normalerweise bestreitet das Ehepaar sein Hauptgeschäft mit der Bewirtschaftung einer exklusiven Firmenkantine und der äußerst kreativen Eventlocation Rübenacker´s Vinotec in Straubenhardt im nördlichen Schwarzwald. Beide Standbeine mussten nun aber erst einmal geschlossen bleiben.
 
Frau Rübenacker, welche Maßnahmen konnten Sie ergreifen, um in der Krise wirtschaftlich zu überleben?
Tina Rübenacker Wir haben uns direkt nach Bekanntgabe des Lockdowns mit unserem Team zusammengesetzt und einen Plan B entwickelt. Den Kopf in den Sand zu stecken kam überhaupt nicht in Frage, da wir ja auch nicht wussten, wie lange die Situation anhält. Daher entschlossen wir uns, vorübergehend komplett auf den Außer-Haus-Verkauf umzuschwenken. Unser Angebot umfasste einzelne Speisen, ein wöchentliches Gourmet-Menü und die passenden Weine dazu. Oder auch Specials wie Grill- und Picknickschlemmerkörbe zu Muttertag, Himmelfahrt oder sonstigen Anlässen. Unsere Kunden und Gäste informieren wir regelmäßig wöchentlich über die entsprechenden Angebote per Newsletter und posten die Menükarte auch auf den sozialen Plattformen.

Konnten Sie diese Umstellung mit vorhandenen Ressourcen stemmen oder waren Investitionen erforderlich?
Tina Rübenacker Wir konnten in jedem Fall auf unsere „eigenen“ Ressourcen zurückgreifen und das sind unsere langjährigen Erfahrungen aus dem vorweihnachtlichen Take-away-Geschäft, welches wir jedes Jahr zusätzlich anbieten. Planung, Besprechung, Einkauf, Produktion, Logistik, Verpackung… für uns natürlich alles vertraute Szenarien. Allerdings mussten wir jetzt doch noch ein paar Euro in die Hand nehmen und Take-away-Verpackungen, Picknickkörbe und günstiges Porzellan für die Außer-Haus-Gourmet-Menüs dazukaufen. Unsere vielfältigen Vorspeisenkreationen richten wir zum Beispiel immer nur auf Vorspeisenplatten an und auch die Desserts werden direkt in hübschen Gläsern arrangiert. Darüber hinaus brauchten wir auch Schalen, Folien und Vakuumier-Beutel. Unsere Gäste bzw. Kunden müssen dann lediglich Körbe oder Wannen für den eigenen Transport mitbringen.

Wie reagierten Ihre Gäste auf das neue Angebot?
Tina Rübenacker Unsere Gäste waren von Anfang an sehr begeistert und auch dankbar, dass sie trotz der massiven Alltagseinschränkungen wenigstens ein feines Essen daheim genießen konnten und so gut wie keinen Aufwand damit hatten. Das Essen muss lediglich erwärmt oder fertig gegart werden, aber dafür bekommen unsere Gäste auch immer eine kleine Anleitung mit. Was uns bisher immer wieder motiviert und gezeigt hat, dass wir auf dem richtigen Weg sind, waren die kontinuierlichen Bestellungen und das durchweg positive Feedback unserer treuen Gäste. Hier haben wir in den letzten Wochen unendlich viel Unterstützung erfahren dürfen und sind sehr dankbar über diese tolle Resonanz.

Sie haben seit vielen Jahren unser Kassensystem unTill® im Einsatz, welches ja auch die Funktion für den Take-away Verkauf gesondert abbildet. Welchen Vorteil bietet Ihnen diese Anwendung für Ihren Betrieb?
Tina Rübenacker Rübenacker Das Handling mit dem Programm ist unkompliziert und sehr einfach. Die einzelnen Produkte in den verschiedenen Warengruppen können schnell programmiert werden und die Umstellung von 7% für Speisen und 19% für Getränke ist bei der Rechnungsstellung vollkommen unproblematisch. Besonders praktisch, wichtig und unbestritten ist natürlich auch, dass das Kassensystem von jedem unserer Mitarbeiter – auch von den Aushilfen – sehr leicht zu bedienen ist.

Wie stellen Sie sich in Zukunft auf, wenn die Regierung mehr und mehr Lockerungen zulässt?
Tina Rübenacker Wir in Baden-Württemberg dürfen seit dem 18. Mai unsere Restaurantbetriebe wieder öffnen – allerdings wie überall mit enormen Auflagen und nur einer 50% Auslastung der ursprünglichen Sitzplätze. Das sind weiterhin erhebliche Einschränkungen aber dennoch freuen wir uns wieder sehr darauf, unsere Gäste in unserem schönen Ambiente der Vinotec verwöhnen zu dürfen. Wir starten dann auch gleich mit einem besonderen Willkommens-Menü.
Unserer Kantine hat bereits seit drei Wochen wieder geöffnet. Aber auch hier haben wir zeitlich umdisponiert und die Essensausgabe dem Schichtbetrieb und der Kurzarbeit angepasst. Die Mitarbeiter der Firma Otec kommen entweder direkt nach Schichtende oder unmittelbar vor Schichtbeginn. Die Sitzplätze sind natürlich reduziert und dem geforderten 1,5m-Mindestabstand angepasst.

Möchten Sie das Take-away Geschäft auch in Zukunft beibehalten?
Tina Rübenacker Ja, auf jeden Fall! Wir werden weiterhin zweigleisig fahren und Take-away und Menü-Abende in unserer Vinotec anbieten. Halbierte Gästeanzahl im Restaurant bedeutet auch halbierter Umsatz. Wir müssen so handeln, denn sonst geht unsere betriebswirtschaftliche Rechnung nicht auf.

Haben Sie vielleicht einen Tipp für Ihre Kollegen aus der Gastronomiebranche?
Tina Rübenacker Sicherlich muss sich jeder Betrieb nach seinen eigenen Möglichkeiten ausrichten. Wir können ja auch nur von unseren Erfahrungen ausgehen und sehen daher eine Kombination aus Take-away und einem eingeschränkten Gastronomiebetrieb wie es derzeit nur möglich ist als ein schlüssiges Konzept.

Liebe Frau Rübenacker, wir danken Ihnen herzlich für das Interview und wünschen Ihnen und Ihrem gesamten Team weiterhin viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft.
Tina Rübenacker Dankeschön – das wünschen wir Ihnen auch!

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